Für die Behandlung der verschiedenen Lymphomerkrankungen stehen eine Reihe von Therapieverfahren zur Verfügung. Manche Lymphome verursachen zunächst keine Beschwerden und schreiten so langsam voran, dass man sie anfangs erst einmal beobachtet. Andere Lymphomerkrankungen verlaufen dagegen schneller und beeinträchtigen den gesundheitlichen Zustand der Patienten stark, so dass zügig mit einer Therapie begonnen werden sollte. Welche der jeweiligen Behandlungsformen in Frage kommt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig und muss für jeden Patienten individuell entschieden werden. Dabei spielen neben der Lymphomart auch der klinische Verlauf der Erkrankung, besondere Risikofaktoren, Vorerkrankungen, das Alter der Patienten oder bereits erfolgte Vortherapien eine Rolle. Oft werden auch verschiedene Therapiemöglichkeiten zeitgleich oder nacheinander kombiniert.

1. Abwarten & Beobachten (auch: "Wait & Watch")

In Fällen, in denen die Erkrankung nur sehr langsam fortschreitet, keine oder nur geringe Beschwerden verursacht und eine frühzeitige Therapie keine Vorteile gegenüber einem verzögerten Behandlungsbeginn bietet, besteht die Möglichkeit zunächst auf eine Therapie zu verzichten.

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2. Radiotherapie/Strahlentherapie

Hochdosierte Röntgenstrahlen oder andere hochenergetische (ionisierende) Strahlen werden zum Abtöten der Krebszellen und zum Verkleinern der Tumore eingesetzt.

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3. Antikörpertherapie

Antikörper erkennen typische Oberflächenstrukturen (Antigene) an der Außenseite von Krebszellen. Auf diese Weise können Antikörper Giftstoffe oder Radioisotope (siehe: Radioimmuntherapie) gezielt an die bösartigen Zellen herantragen.

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4. Chemo- und Chemoimmuntherapie

Eine Chemotherapie wirkt auf den ganzen Körper (systemisch) und vernichtet somit nicht nur die sichtbaren größeren Tumoren, sondern auch die vereinzelt im Organismus befindlichen Tumorzellen.

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5. Hochdosistherapie mit Stammzelltransplantation

Als Stammzellen werden jene Ursprungszellen im menschlichen Körper bezeichnet, die die Fähigkeit haben, sich in unterschiedliche Zellarten weiterzuentwickeln. Menschen haben rund zwanzig verschiedene Stammzellarten, darunter die Blutstammzellen. Diese befinden sich vor allem im Knochenmark, aber auch im Blutkreislauf. Blutstammzellen können sich selbst vermehren und durch Reifung in verschiedene Blutzellarten entwickeln – also auch in Lymphozyten (siehe dazu auch die Abbildung unten).

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6. CAR-T-Zell-Therapie

Eine erst 2018 neu zugelassene Therapie für Patienten im Rückfall ist die sogenannte CAR-T-Zell-Therapie.

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Bewegung & Sport
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Therapiebegleitung

Eine zuverlässige Diagnose und die beste, wenn möglich, heilsame Therapie sind für Krebspatienten von zentraler Bedeutung. Zunehmend wird aber auch der Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehöriger Beachtung geschenkt.

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Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen können für viele Patienten Orientierung im oft schwer zu durchschauenden Therapiegeschehen bieten. Sie ermöglichen den Austausch mit Menschen, die mit vergleichbaren Belastungen umgehen müssen.

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